Pachtvertrag landwirtschaft nidwalden

Durch die landwirtschaftl. Umstellung gewannen die Grossbauern in den Ürten Stans und Buochs an Einfluss und betrieben eine offensive Politik um landwirtschaftl. Ressourcen, die sich auch gegen das Kloster richtete. 1363 beschlossen der Ammann und die Kirchgenossen von Stans und von Buochs eine Satzung gegen die Tote Hand, ein Verkaufsverbot von Grundstücken an Kirchen und Auswärtige. 1378 brach ein Nutzungskonflikt mit Luzern um Holzrechte am Bürgenstock aus, der von einem Waldstätter Schiedsgericht geschlichtet wurde. Die herrschaftl. Dienstleute gerieten zunehmend in Bedrängnis; 1382 wurden sie in einem Umsturz aus dem Land verbannt. Die demograf. Entwicklung vor 1750 kann mangels Quellen nur grob geschätzt werden. Für das HochMA sind im Zusammenhang mit dem Landesausbau die Ausdehnung der Siedlungszone und ein Bevölkerungswachstum anzunehmen: Namenkundl. Befunde und Kirchengründungen weisen auf eine vermehrte Siedlungstätigkeit hin, Rodungen und zunehmende Konflikte um landwirtschaftl.

Nutzungsrechte auf eine generelle Bevölkerungszunahme. Neue Siedlungen entstanden v.a. in der Bergzone, in der die Mobilität der Bevölkerung generell hoch gewesen sein dürfte. Eine ältere Hypothese geht für das 13. Jh. von ca. 15`600 Einwohnern in N. aus; diese Zahl liegt aber sicher zu hoch, neue Schätzungen sprechen von etwa 7`000 Einwohnern in ganz Unterwalden. Im Zug der spätma. Agrarkrise verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum. Die Bevölkerung nahm wegen Pestepidemien ab, Siedlungen und Wirtschaftsplätze in der Bergzone (z.B. in Engelberg und Niederrickenbach) wurden wegen wirtschaftl.

Umbrüche oder Klimaverschlechterungen aufgegeben. Institutionalisierung und polit. Bedeutung der Ürten nahmen mit der landwirtschaftl. Umstellung auf Viehzucht ab dem 14. Jh. zu, wie versch. Nutzungs- und Grenzkonflikte zwischen den Ürten zeigen. Ab 1400 weisen einzelne Quellen wie die Buochser Dorfsatzungen auf die zunehmende Abschliessung der Ürten hin. Als Träger staatl. Verwaltung blieben Ürten auch im entstehenden Territorialstaat wichtig, das Land war nachgeordnet.

Dies änderte sich erst um 1500, doch blieben Ürten und Pfarreien bis ins 19. Jh. tragende Elemente der Landesorganisation. seit einigen Tagen lässt mich eine Idee nicht mehr los: Wie wäre es, wenn überall im Land an Ackerrändern/landwirtschaftlichen Flächen eine Reihe Sonnenblumen gesät würde? Die soziale Differenzierung nahm trotz ausgleichenden Tendenzen in den Genossenschaften mit der landwirtschaftl. Umstellung zu.